Auf der Suche nach dem Neuen
An der Spitze der Entwicklung öffnen sich neue
Märkte
Forstservice, Holzhandel, Gartenservice – die
drei Firmen des Kirchzellers Karlheinz Hess sind nicht
nur allesamt erfolgreich. Ihren Erfolg verbindet eine
Gemeinsamkeit, das ist die Agilität des Chefs. Sein
Erfolgsrezept: „Ich bin immer auf der Suche nach
dem Neuen. Denn wo sich neues entwickelt, wachsen die
Chancen wie von selbst gleich mit.“
Da ist das
Beispiel Forstwirtschaft. Hier haben sich seit der
Umstrukturierung des Bayerischen Waldgesetzes gravierende
Änderungen für den Privat- und Kommunalwald
ergeben. Die erläutert Karlheinz Hess so: „Früher
wurden die Wälder von Staatsbeamten betreut.
Jetzt können private Firmen diese Wälder
betreuen. Das neue ist also, dass nun die komplette
Bewirtschaftung und auch die forstliche Verantwortung
in den Händen des Pächters liegt. Das
betrifft die Holzauszeichnung für den Einschlag
ebenso gut wie die
Waldpflege und alle Waldarbeiten.“
Karlheinz Hess hat dazu ein eigenes Bewirtschaftungsmodell
entwickelt, das derzeit in Großheubach umgesetzt
wird.
Großheubach verpachtet seinen Wald |
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| Karlheinz
Hess:
„Mit einer Holzbörse wollen wir Holz
noch gezielter vermarkten.“ |
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Ursprung der Firma Hess:
die Zapfenpflückerei.
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Die Gemeinde hat als eine der ersten in Unterfranken
seine kommunale Forstbetreuung komplett an einen privaten
Bewirtschafter abgegeben – an Karlheinz Hess
und zu einem Festpreis in Form einer
Pacht. Karlheinz Hess: „Für die Gemeinde
ist das von großem Vorteil.
Es gibt nur noch eine Kontrolle, Großheubach
hat über die Pachtdauer von zehn Jahren keinen
Aufwand mehr mit seinem Wald und hat, ebenfalls anders
als früher, garantierte Einnahmen.
Das volle wirtschaftliche Risiko trägt der Pächter.
Ob der Wald nachhaltig wirtschaftlich gepflegt wird,
das hängt also ganz maßgeblich von der
Kompetenz des Pächters ab. |
Als bundesweit tätiger Forstdienstleister haben
wir diese Kompetenz und sind zudem bereit, der neuen Form
der Waldbewirtschaftung auch mit neuen Ideen und neuen
Wegen zu begegnen. Denn Wirtschaftlichkeit im Forst, die
hängt inzwischen ganz entscheidend davon ab, auf
neue Art an die Arbeiten heranzugehen und innovative Vermarktungskonzepte
einzuführen.
Wir werden modernste Technik in den Wald hineinbringen,
vom Harvester bis zur GPS kontrollierten Holzabfuhr, wozu
wir den gesamten Gemeindewald Großheubach digitalisieren
werden. Wir werden das „just in time“-Prinzip,
das in der Industrie längst gang und gäbe ist,
auch auf den Einschlag und die Holzaufbereitung anwenden
- soweit
dies von Natur aus möglich ist. Und wir denken an
das Waldsponsoring durch bestimmte Partnerfirmen als eine
ebenfalls grundsätzlich neue Idee in der Forstwirtschaft.“
All diese Konzepte sind natürlich schwer umzusetzen
und werden von der Branche kritisch beäugt.
Holz aus dem Odenwald für China
Was Karlheinz Hess Sicherheit in seinen innovativen
Konzepten gibt, das sind nicht zuletzt auch seine internationalen
Beobachtungen, die er in seinen Kontakten mit seiner Firma
Interforst macht. Die betreibt einen weltweiten Holzhandel.
So exportiert Interforst derzeit Holz nach Asien, besonders
nach China, Indien und Korea.
„Aus den ehemaligen Schwellenländern sind inzwischen
längst Industrieländer geworden,“ sagt
Karlheinz Hess, „die benötigen außer
Stahl und Energie auch mehr Holz. Sowohl Bauholz, als
auch Furnierholz, also Möbelholz..“ Geliefert
wird dieses Holz als so genanntes Rundholz im Container.
Diese werden zunächst auf Binnenschiffe verladen
und dann, jeweils nach Frachtkosten, über Hamburg,
Rotterdam oder Antwerpen verschifft. Nach Shanghai dauert
das sechs Wochen. „Das Bauholz wurde früher
zumeist in Neuseeland gekauft. Aber dort ist die Konjunktur
jetzt sehr gut, weswegen sie ihr Holz selbst benötigen,“
erklärt Karlheinz Hess die Hintergründe.
Holzbörse im Internet
„Über unsere Holzbörse wollen wir künftig
Holz in noch größeren Mengen und noch gezielter
Vermarkten. Dazu soll das Holz, das ja in verschiedenen
Sortimenten gehandelt wird, gerade über das Internet
noch schlagkräftiger, noch sortimentsbezogener vermarktet
werden. Dann können wir die Absprachemengen ganz
gezielt auszeichnen, einschlagen, rücken und transportieren
– alles `just in time´.“ Ähnliche
Waldbewirtschaftungs- und Holzhandelsstrukturen gibt es
auch im „Mutterland der Waldarbeit“, in Schweden.
„Wir lernen gerne auch von anderen, z. B. den Schweden,
die eine ganz andere Art der
Waldbewirtschaftung als wir praktizieren. Dort hat unsere
Firma Interforst seit einiger Zeit auf Einladung der schwedischen
Firma Södra und bis zum Ende diesen Jahres einen
Werkvertrag abgeschlossen,“ sagt Karlheinz Hess.
Er betrachtet es für sich als einen Anschauungsunterricht,
um im internationalen Firmengeschäft besser bestehen
zu können. Schulungen speziell in der maschinellen
Holzernte, z. B. den in Schweden ganz selbstverständlichen
Vollerntesystemen.
Lust auf Garten
Karlheinz Hess hat aus purer Gestaltungslust
einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb gegründet
und in der Region inzwischen gut etabliert. Besonders
die höherwertigen Gärten und deren anspruchsvolle
Gestaltung mit Pflanzen, Natursteinen, Accessoires,
Licht- und Wassertechnik haben es ihm angetan. Ein
wahrhaft „biblisches Gartendesign“ entsteht
derzeit in Amorbach im Zuge der Umgestaltung der
bischöflichen Therese-Gerhardinger-Realschule.
Fa. Hess, die dort die Außenanlagen gestaltet,
hat sich dazu etwas ganz besonderes einfallen lassen:
„Die Schule ist in kirchlicher Trägerschaft
und hat einen Erziehungsauftrag für junge Menschen
– da lag es nahe, die Anlagen mit ebenso deutlichem
wie modernen Bibelbezug zu gestalten, worin jeder
Betrachter ab der Eröffnung der Schule Anfang
November für sich lesen kann.“
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Die Firma Hess hat sich
durch Bau und Pflege hochwertiger Gartenanlagen
in der Region einen Namen gemacht |
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| Name
der Unternehmungen: |
Dienstleistungen
/ Produkte: |
Hess Forstservice & Holzvermarktung
Interforst GmbH
Hess Gartenservices |
Hess Forstservice
& Holzvermarktung:
Aufforstung, Holzeinschlag, Holztransport,
Holzvermarktung und vieles, vieles mehr
(www.hess-forst.de)
Hess Gartenservices:
Beratung, Planung, Ausführung und Pflege –
alles zur Verwirklichung von individuellen Gartenträumen.
(www.hess-garten.de)
Interforst GmbH:
maschinelle Holzaufarbeitung,
Holzvermarktung,
Revierbetreuung
(www.interforst.net)
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| Gründung
des Stammunternehmens: |
1965 durch Rudolf Hess
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| Mitarbeiteranzahl: |
35 in allen Unternehmen
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(Der Artikel wurde veröffentlicht in der Zeitschrift
"Mutmacher" des NEWS-Verlages im Juni 2005
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